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Take-Profit im Trading: Funktion, Berechnung und typische Fehler

  • 12. Aug.
  • 9 Min. Lesezeit
Hand zeigt auf ein Take-Profit-Ziel mit steigender Kurskurve vor einem Trading-Chart


Wer einen Trade eröffnet, sollte nicht nur wissen, wann ein Verlust begrenzt werden soll, sondern auch eine Vorstellung davon haben, unter welchen Bedingungen ein Gewinn realisiert werden soll. Genau hier kommt der Take-Profit ins Spiel.


Ein Take-Profit bezeichnet ein vorab festgelegtes Kursniveau, bei dessen Erreichen eine Position ganz oder teilweise mit Gewinn geschlossen werden soll. Technisch wird dafür in der Regel eine passende Limit-Order verwendet. Ein solches Gewinnziel kann helfen, einen Trade bereits vor dem Einstieg klar zu planen und Entscheidungen nicht erst unter dem Eindruck laufender Kursbewegungen zu treffen.


Allerdings ist ein Take-Profit nicht automatisch sinnvoll, nur weil irgendein Kursziel festgelegt wurde. Ein zu nahes Ziel kann das Gewinnpotenzial einer Strategie begrenzen, während ein unrealistisch weit entferntes Ziel möglicherweise nur selten erreicht wird. Entscheidend ist deshalb nicht die Frage, wie viel Gewinn man gerne erzielen möchte, sondern ob das gewählte Ziel zur Handelsstrategie, zum Stop-Loss und zur jeweiligen Marktsituation passt.


In diesem Beitrag zeigen wir, wie ein Take-Profit funktioniert, wie sich Gewinnziele sinnvoll einordnen lassen und welche typischen Fehler Trader bei der Festlegung ihrer Ausstiegsziele vermeiden sollten.



Wie funktioniert ein Take-Profit?


Ein Take-Profit ist kein eigener Ordermechanismus im engeren Sinne, sondern wird üblicherweise über eine Limit-Order umgesetzt. Das festgelegte Kursniveau bestimmt dabei, zu welchem Preis oder besser eine bestehende Position geschlossen werden soll.


Bei einer Long-Position liegt das Gewinnziel oberhalb des Einstiegskurses. Wer beispielsweise bei 24.000 Punkten gekauft hat und die Position bei 24.080 Punkten mit Gewinn schließen möchte, kann dort eine Sell-Limit-Order hinterlegen.


Bei einer Short-Position funktioniert es umgekehrt. Wurde beispielsweise bei 24.000 Punkten verkauft und soll die Position bei 23.920 Punkten geschlossen werden, wird dafür eine Buy-Limit-Order unterhalb des aktuellen Marktes platziert.


Wichtig ist dabei der Unterschied zum Stop-Loss: Während ein Stop-Loss vor allem darauf abzielt, einen Verlust zu begrenzen, soll der Take-Profit einen bereits geplanten Gewinn realisieren. Technisch verhalten sich die verwendeten Orders ebenfalls unterschiedlich. Ein Stop-Market wird nach Erreichen des Stop-Kurses zu einer Market-Order. Ein Take-Profit über eine Limit-Order enthält dagegen eine Preisgrenze.

Dadurch ist eine Ausführung zum festgelegten Limit oder zu einem günstigeren Preis möglich. Garantiert ist die Ausführung jedoch nicht. Selbst wenn am Limitpreis bereits Umsätze stattfinden, kann eine Order noch nicht oder nur teilweise ausgeführt werden. Entscheidend ist unter anderem, wie viele Orders auf derselben Preisstufe vor ihr priorisiert sind und wie viel Volumen dort tatsächlich gehandelt wird. Bei wenigen Kontrakten in einem sehr liquiden Markt ist dieses Risiko unter normalen Marktbedingungen meist vergleichsweise gering. Bei größeren Positionen oder weniger liquiden Märkten können Teil- oder Nichtausführungen dagegen stärker ins Gewicht fallen.


Viele Handelsplattformen ermöglichen es außerdem, Stop-Loss und Take-Profit bereits beim Einstieg miteinander zu verknüpfen. Häufig geschieht dies über eine OCO-Verknüpfung („One Cancels the Other“) beziehungsweise im Rahmen einer Bracket Order: Wird eines der beiden Ausstiegsziele ausgeführt, wird die jeweils andere Order automatisch gelöscht. Die genaue Bezeichnung und technische Umsetzung kann sich je nach Broker, Handelsplatz und Handelssoftware unterscheiden. Wie Market-, Limit-, Stop-Market- und Stop-Limit-Orders grundsätzlich funktionieren, erklären wir ausführlicher in unserem Beitrag über die Orderarten im Trading.



Wie lässt sich ein sinnvoller Take-Profit festlegen?


Ein Take-Profit sollte nicht allein danach gewählt werden, wie viel Gewinn ein Trader gerne erzielen möchte. Sinnvoller ist es, das Kursziel aus der jeweiligen Handelsstrategie und der konkreten Marktsituation abzuleiten.


Je nach Ansatz können dafür ganz unterschiedliche Kriterien eine Rolle spielen. Ein Gewinnziel kann beispielsweise an einem früheren Hoch oder Tief, einem Unterstützungs- beziehungsweise Widerstandsbereich oder an einer vorher definierten Kursbewegung orientiert werden. Andere Strategien arbeiten mit festen Abständen, Indikatoren, Oszillatoren oder statistisch ausgewerteten Zielgrößen. Ähnlich wie beim Stop-Loss gibt es deshalb keinen allgemein richtigen Punkt für einen Take-Profit. Wo das Gewinnziel im Chart liegt, hängt vom individuellen Handelsansatz ab – und selbst zwei Trader, die grundsätzlich dieselbe Strategie verfolgen, können ihre Regeln im Laufe der Zeit unterschiedlich ausgestalten.


Wichtig ist vor allem, dass Stop-Loss und Take-Profit nicht unabhängig voneinander betrachtet werden. Liegt der Stop beispielsweise 30 Punkte vom Einstieg entfernt und das Gewinnziel 60 Punkte, ergibt sich daraus zunächst ein Chance-Risiko-Verhältnis von 2:1. Ein größeres Verhältnis klingt attraktiv, ist aber nicht automatisch besser. Wird das Kursziel immer weiter vom Einstieg entfernt, steigt zwar der mögliche Gewinn eines erfolgreichen Trades. Gleichzeitig kann aber die Wahrscheinlichkeit sinken, dass dieses Ziel überhaupt erreicht wird. Umgekehrt kann ein sehr naher Take-Profit häufig getroffen werden, dafür aber nur einen vergleichsweise kleinen Gewinn liefern. Deshalb sollte ein Trader nicht versuchen, ein bestimmtes Chance-Risiko-Verhältnis künstlich zu erzwingen. Entscheidend ist vielmehr, ob das Zusammenspiel aus durchschnittlichen Gewinnen, durchschnittlichen Verlusten und Trefferquote langfristig einen positiven Erwartungswert erzeugt. Wie sich das Chance-Risiko-Verhältnis berechnen und sinnvoll einordnen lässt, erklären wir ausführlicher in unserem Beitrag über das Chance-Risiko-Verhältnis im Trading.



Beispiel: Take-Profit und Chance-Risiko-Verhältnis berechnen


Angenommen, ein Trader eröffnet eine Long-Position bei 24.000 Punkten. Aus seiner Handelsstrategie ergibt sich ein sinnvoller Stop-Loss bei 23.970 Punkten und ein mögliches Kursziel bei 24.060 Punkten.


Damit beträgt das geplante Risiko:

24.000 – 23.970 = 30 Punkte


Die mögliche Gewinnstrecke bis zum Take-Profit beträgt:

24.060 – 24.000 = 60 Punkte


Das Chance-Risiko-Verhältnis liegt damit bei 2:1. Der mögliche Gewinn ist also doppelt so groß wie der geplante Verlust bis zum Stop-Loss.


Wichtig ist jedoch die Reihenfolge, in der diese Werte zustande kommen. Das Gewinnziel sollte nicht deshalb bei 24.060 Punkten liegen, weil der Trader unbedingt ein Chance-Risiko-Verhältnis von 2:1 erreichen möchte. Vielmehr sollte die Handelsstrategie zunächst einen nachvollziehbaren Stop und ein sinnvolles Kursziel liefern. Das daraus entstehende Chance-Risiko-Verhältnis ist anschließend eine Kennzahl zur Beurteilung des Trades.


Liegt ein fachlich plausibles Kursziel beispielsweise bereits bei 24.040 Punkten, wäre es wenig sinnvoll, den Take-Profit allein für ein schöneres Verhältnis künstlich auf 24.060 Punkte zu verschieben. Umgekehrt sollte ein realistisches weiter entferntes Ziel nicht vorschnell näher an den Einstieg gesetzt werden, nur um einen Gewinn schneller zu realisieren.


Wie viel Euro Gewinn oder Verlust sich am Ende tatsächlich ergeben, hängt zusätzlich von der gehandelten Positionsgröße beziehungsweise dem Geldwert einer Kursbewegung ab. Für die grundlegende Beurteilung des Kursziels ist zunächst jedoch das Verhältnis zwischen Einstieg, Stop-Loss und Take-Profit entscheidend.



Festes Gewinnziel, Teilgewinn oder Trailing Stop?


Ein Take-Profit muss nicht zwangsläufig bedeuten, dass die gesamte Position an einem einzigen Kursziel geschlossen wird. Je nach Handelsstrategie können Gewinne auch schrittweise realisiert oder offene Positionen anders abgesichert werden.


Bei einem festen Gewinnziel steht bereits vor oder während des Trades fest, an welchem Kursniveau die Position vollständig geschlossen werden soll. Diese Variante ist vergleichsweise einfach zu planen und auszuwerten, begrenzt allerdings zugleich das weitere Gewinnpotenzial, falls der Markt nach Erreichen des Ziels deutlich weiterläuft.


Eine weitere Möglichkeit sind Teilgewinnmitnahmen. Dabei wird nur ein Teil der bestehenden Position geschlossen, während der Rest weiter im Markt bleibt. Im Futures-Handel setzt das voraus, dass mehrere Kontrakte gehalten werden: Besteht eine Position beispielsweise aus zwei Kontrakten, kann zunächst einer geschlossen und der zweite weitergeführt werden. Bei nur einem einzelnen Future-Kontrakt ist eine solche Aufteilung dagegen nicht möglich. Eine Teilgewinnmitnahme muss dabei nicht zwingend schon vor dem Einstieg an einem festen Kurs festgelegt werden. Je nach Handelsansatz kann auch die aktuelle Marktsituation eine Rolle spielen – etwa wenn der Kurs einen Bereich erreicht, an dem die weitere Richtung unsicher erscheint. Der verbleibende Teil der Position kann anschließend weiterlaufen und gegebenenfalls zusätzlich über einen angepassten Stop abgesichert werden.


Eine weitere Variante ist ein Trailing Stop. Dabei folgt der Stop einer günstigen Kursbewegung automatisch in einem vorher festgelegten Abstand. Würde bei einer Long-Position beispielsweise ein Trailing-Abstand von 30 Punkten verwendet und der Kurs von 24.000 auf 24.040 Punkte steigen, würde der Stop entsprechend bis auf 24.010 Punkte nachgezogen. Fällt der Kurs anschließend wieder, bewegt sich der Stop nicht zurück nach unten. So kann eine Position weiter an einer günstigen Kursbewegung teilnehmen, während ein zunehmender Teil des entstandenen Gewinns abgesichert wird. Die genaue Funktionsweise und Einstellungsmöglichkeiten können sich je nach Broker und Handelssoftware unterscheiden.


Welche dieser Varianten besser geeignet ist, lässt sich nicht allgemein beantworten. Festes Kursziel, Teilgewinnmitnahme und Trailing Stop sind unterschiedliche Werkzeuge für den Ausstieg aus einer Position. Entscheidend ist vor allem, ihre Funktionsweise zu verstehen, sicher mit ihnen umgehen zu können und sie bewusst einzusetzen. Ob bereits vor dem Einstieg genau festgelegt wird, welche Variante zum Einsatz kommt, oder ob die Entscheidung anhand der jeweiligen Marktsituation getroffen wird, hängt vom individuellen Handelsansatz ab.



Typische Fehler beim Take-Profit


Ein Take-Profit kann helfen, einen Trade strukturiert zu planen. Problematisch wird es vor allem dann, wenn das Gewinnziel nicht aus einer nachvollziehbaren Handelsidee entsteht, sondern überwiegend von Wunschdenken oder Emotionen bestimmt wird.


Ein häufiger Fehler besteht darin, das Kursziel nach einem gewünschten Geldbetrag festzulegen. Wer sich beispielsweise vorgenommen hat, mit einem Trade unbedingt 200 Euro zu verdienen, könnte versucht sein, den Take-Profit genau dort zu platzieren, wo dieser Betrag erreicht wäre. Ob dieses Kursniveau aus Sicht des Charts oder der Handelsstrategie überhaupt sinnvoll ist, bleibt dabei außen vor.


Auch ein besonders weit entferntes Gewinnziel ist nicht automatisch besser. Zwar verbessert sich dadurch rechnerisch das Chance-Risiko-Verhältnis, gleichzeitig kann aber die Wahrscheinlichkeit sinken, dass der Markt dieses Ziel tatsächlich erreicht. Ein attraktives Verhältnis auf dem Papier allein macht deshalb noch keinen guten Trade.


Das Gegenstück dazu ist eine zu frühe Gewinnmitnahme. Läuft eine Position zunächst in die gewünschte Richtung, kann die Sorge entstehen, einen bereits vorhandenen Buchgewinn wieder abzugeben. Wer deshalb regelmäßig deutlich früher aussteigt als ursprünglich vorgesehen, verändert möglicherweise die langfristige Gewinnstruktur seiner Strategie. Das bedeutet nicht, dass ein vorzeitiger Ausstieg grundsätzlich falsch ist – entscheidend ist, ob dafür eine nachvollziehbare Einschätzung der aktuellen Marktsituation oder lediglich die Angst vor dem Verlust des Buchgewinns ausschlaggebend war.


Ähnliches gilt für das nachträgliche Verschieben eines Take-Profits. Neue Informationen oder eine veränderte Marktsituation können durchaus einen Grund liefern, ein ursprüngliches Kursziel anzupassen. Wird der Take-Profit dagegen immer weiter nach außen verschoben, nur weil der Trader noch mehr Gewinn erzielen möchte, kann aus einem ursprünglich klar geplanten Ausstieg schnell eine Entscheidung ohne feste Grundlage werden.


Letztlich sollte ein Take-Profit deshalb weder als starre Vorgabe betrachtet werden, die unter keinen Umständen verändert werden darf, noch als beliebig verschiebbares Ziel. Entscheidend ist, dass Anpassungen aus dem Handelsansatz oder der aktuellen Marktsituation begründet werden können – und nicht allein aus Angst oder Gier entstehen.



Braucht jeder Trade einen Take-Profit?


Nicht jeder Trade benötigt eine bereits im Voraus platzierte Take-Profit-Order. Jeder Trade benötigt aber irgendwann eine Entscheidung darüber, wann eine profitable Position wieder geschlossen werden soll. Solange eine Position offen bleibt, ist ein entstandener Gewinn zunächst nur ein Buchgewinn und kann sich durch eine spätere Gegenbewegung wieder reduzieren. Gerade hier entsteht eine der schwierigeren Entscheidungen im Trading. Läuft eine Position deutlich in den Gewinn, kann es durchaus sinnvoll sein, sie weiterlaufen zu lassen. Gleichzeitig weiß niemand sicher, ob eine einsetzende Gegenbewegung lediglich eine kurzfristige Korrektur innerhalb des bisherigen Trends darstellt oder bereits der Beginn einer größeren Umkehr ist. Deshalb hat die Frage nach dem Take-Profit auch eine psychologische Seite. Ein Trader könnte beispielsweise einen vorhandenen Buchgewinn immer weiter laufen lassen, weil er auf eine Fortsetzung der Bewegung hofft – und anschließend einen großen Teil davon wieder abgeben. Umgekehrt kann die Angst, einen Gewinn wieder zu verlieren, dazu führen, profitable Positionen regelmäßig zu früh zu schließen.


Das Ziel kann deshalb kaum darin bestehen, beim Trading vollständig emotionsfrei zu werden. Freude über einen Gewinn, Ärger über einen Verlust oder Unsicherheit bei einer laufenden Position gehören zu menschlichen Entscheidungen dazu. Wichtiger ist, die eigenen Reaktionen zu kennen und zu verhindern, dass Angst, Hoffnung oder Gier allein über den Ausstieg entscheiden.


Wie stark ein Trader seinen Ausstieg bereits vor dem Einstieg festlegt, kann dabei individuell unterschiedlich sein. Wer merkt, dass er Gewinne regelmäßig zu spät realisiert oder Entscheidungen während eines Trades stark von Emotionen beeinflusst werden, kann von klareren Take-Profit- oder anderen Ausstiegsregeln profitieren. Ein diskretionärer Trader kann dagegen bewusst die aktuelle Markt- und Chartsituation neu bewerten und darauf basierend entscheiden, ob eine Position geschlossen, teilweise reduziert oder weitergeführt wird.


Entscheidend ist deshalb weniger, ob zwingend eine feste Take-Profit-Order im Markt liegt. Entscheidend ist, dass sich ein Trader mit seiner Ausstiegslogik beschäftigt, die verschiedenen Möglichkeiten sicher beherrscht und einen Umgang damit findet, der sowohl zu seiner Handelsstrategie als auch zu seinem eigenen Entscheidungsverhalten passt.



Fazit


Ein Take-Profit hilft dabei, bereits vor oder während eines Trades festzulegen, unter welchen Bedingungen ein Gewinn realisiert werden soll. Technisch wird dafür häufig eine Limit-Order verwendet. Entscheidend ist jedoch weniger die Order selbst als die dahinterstehende Ausstiegslogik.


Ein sinnvolles Gewinnziel sollte sich nicht allein daraus ergeben, wie viel Geld ein Trader gerne verdienen möchte oder welches Chance-Risiko-Verhältnis besonders attraktiv aussieht. Wichtiger ist, dass Kursziel, Stop-Loss, Trefferquote und durchschnittliche Gewinne beziehungsweise Verluste zur jeweiligen Handelsstrategie passen. Dabei muss nicht jeder Trade zwingend mit einer bereits fest im Markt liegenden Take-Profit-Order arbeiten. Teilgewinnmitnahmen, Trailing Stops oder diskretionäre Ausstiege können ebenso Teil eines Handelsansatzes sein. Entscheidend ist, die verschiedenen Möglichkeiten zu verstehen und bewusst einzusetzen.


Gerade bei laufenden Buchgewinnen können zudem Emotionen eine Rolle spielen. Hoffnung auf noch höhere Kurse kann dazu führen, Gewinne zu lange laufen zu lassen, während die Angst vor einer Gegenbewegung einen zu frühen Ausstieg begünstigen kann. Ein guter Umgang mit Take-Profit-Regeln bedeutet deshalb nicht zwangsläufig, jede Entscheidung vollständig vorab festzulegen. Vielmehr sollte der eigene Ausstiegsansatz sowohl zur Strategie als auch zum persönlichen Entscheidungsverhalten passen.


Der Take-Profit ist damit kein isoliertes Werkzeug, sondern ein Bestandteil der gesamten Trade-Planung – gemeinsam mit Einstieg, Stop-Loss, Positionsgröße und Risikomanagement.




Über diesen Beitrag

Dieser Beitrag wurde von der tradekon GmbH redaktionell bearbeitet, inhaltlich geprüft und zur Veröffentlichung freigegeben. tradekon veröffentlicht Bildungsinhalte rund um Trading, Risikomanagement und Marktverständnis. Die redaktionelle Verantwortung für diesen Beitrag liegt bei der tradekon GmbH. Die Inhalte dienen ausschließlich der Information und stellen keine Anlageberatung, keine Anlageempfehlung und keine Aufforderung zum Kauf oder Verkauf von Finanzinstrumenten dar.




 

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