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Warum verlieren Trader Geld? Die häufigsten Ursachen verständlich erklärt

  • 1. Mai
  • 9 Min. Lesezeit

Aktualisiert: 28. Juli

Fallender Börsenchart auf einem Bildschirm als Symbol für Verluste und typische Fehler im Trading


Warum verlieren so viele Trader Geld, obwohl ihnen heute mehr Informationen, Handelssoftware und Lernangebote zur Verfügung stehen als je zuvor?


Meist liegt es nicht an einem einzigen fatalen Fehler. Verluste entstehen häufig durch eine ganze Kette ungünstiger Faktoren: Es fehlt ein nachweisbarer statistischer Vorteil, das Risiko ist zu hoch, Kosten werden unterschätzt und Entscheidungen werden während des Trades verändert. Hinzu kommen Erwartungen, die mit der vorhandenen Kontogröße und Erfahrung kaum vereinbar sind. Das Schwierige dabei: Ein Trader kann einzelne Gewinne erzielen und trotzdem langfristig eine ungeeignete Vorgehensweise verfolgen. Umgekehrt kann ein sinnvoll geplanter Trade mit einem Verlust enden. Wer nur das Ergebnis des letzten Trades betrachtet, erhält daher kein verlässliches Feedback darüber, ob die Entscheidung gut oder schlecht war.



Verlieren wirklich die meisten Trader Geld?


Pauschale Aussagen wie „90 Prozent aller Trader verlieren“ sollte man vorsichtig behandeln. Eine einheitliche Statistik über sämtliche Trader, Märkte, Finanzprodukte und Handelsstile gibt es nicht.


Untersuchungen zu einzelnen spekulativen Produkten zeigen jedoch, wie anspruchsvoll kurzfristiger Handel für Privatanleger ist. Nach einer Auswertung der BaFin erlitten 74,2 Prozent der untersuchten deutschen Kleinanleger beim Handel mit Turbo-Zertifikaten Verluste. Der durchschnittliche Verlust der betroffenen Anleger lag bei 6.358 Euro. Die Daten bezogen sich auf den Zeitraum von 2019 bis 2023.


Auch Analysen europäischer Aufsichtsbehörden zu CFDs kamen zu dem Ergebnis, dass je nach untersuchtem Anbieter und Land typischerweise 74 bis 89 Prozent der Privatkundenkonten Geld verloren.


Diese Zahlen lassen sich nicht unmittelbar auf Futures-Trader, Swing-Trader oder jede andere Form des Tradings übertragen. Sie zeigen aber, dass Verluste im kurzfristigen und gehebelten Privathandel kein seltenes Randphänomen sind.


Die entscheidende Frage lautet deshalb nicht nur: Warum war dieser eine Trade falsch?

Sondern: Besitzt die gesamte Vorgehensweise nach Kosten überhaupt einen positiven Erwartungswert?



Häufig fehlt ein nachweisbarer statistischer Vorteil


Eine Tradingstrategie muss nicht jeden Trade gewinnen. Sie benötigt aber einen statistischen Vorteil, der sich über viele vergleichbare Trades hinweg bemerkbar machen kann.

Dafür müssen mehrere Größen zusammenpassen:

  • Trefferquote,

  • durchschnittlicher Gewinn,

  • durchschnittlicher Verlust,

  • Häufigkeit der Trades,

  • Handelskosten,

  • Slippage

  • und die tatsächliche Umsetzung der Regeln.


Eine hohe Trefferquote allein reicht nicht aus.


Ein Trader könnte beispielsweise 60 Prozent seiner Trades gewinnen. Verdient er mit einem Gewinntrade durchschnittlich jedoch nur die Hälfte dessen, was er bei einem Verlusttrade verliert, sieht die Rechnung so aus:

60 Prozent × 0,5 Risikoeinheiten minus 40 Prozent × 1 Risikoeinheit

= minus 0,1 Risikoeinheiten je Trade


Trotz einer Trefferquote von 60 Prozent besitzt dieser Ansatz vor Kosten einen negativen Erwartungswert.


Umgekehrt kann eine Strategie mit nur 40 Prozent Gewinntrades profitabel sein, wenn ein durchschnittlicher Gewinn doppelt so groß ist wie ein durchschnittlicher Verlust:

40 Prozent × 2 Risikoeinheiten minus 60 Prozent × 1 Risikoeinheit

= plus 0,2 Risikoeinheiten je Trade


In der Praxis kennen viele Trader diese Werte nicht. Sie sehen einzelne gute Einstiege oder einige erfolgreiche Wochen, haben ihre Methode aber nie anhand einer ausreichenden Zahl vergleichbarer Trades ausgewertet. Dadurch wird aus Trading leicht eine Folge subjektiver Entscheidungen. Nach einem Verlust wird eine Regel verändert, nach einem Gewinn wird das Risiko erhöht und nach drei schlechten Trades wird die gesamte Strategie verworfen. Unter solchen Bedingungen lässt sich kaum feststellen, ob jemals ein echter Vorteil vorhanden war.


Warum eine hohe Trefferquote noch keine profitable Strategie ergibt, erklären wir ausführlicher im Beitrag Statistischer Vorteil im Trading: Warum die Trefferquote allein wenig aussagt. Wie sich Trefferquote, durchschnittlicher Gewinn und durchschnittlicher Verlust rechnerisch verbinden, zeigt außerdem unser Beitrag zum Erwartungswert im Trading.



Zu hohes Risiko zerstört auch brauchbare Strategien


Selbst eine grundsätzlich sinnvolle Strategie kann zu erheblichen Verlusten führen, wenn die Positionsgröße nicht zur Kontogröße passt. Verlustserien gehören zum Trading. Bei einer Strategie mit einer Trefferquote von 50 Prozent sind mehrere Verluste hintereinander keineswegs außergewöhnlich. Wie stark eine solche Serie das Konto belastet, hängt vor allem vom Risiko pro Trade ab. Wer jeweils ein Prozent seines aktuellen Kontos riskiert, besitzt nach zehn aufeinanderfolgenden Verlusten noch etwa 90 Prozent seines ursprünglichen Kapitals. Bei fünf Prozent Risiko pro Trade bleiben nach derselben Serie dagegen nur noch knapp 60 Prozent übrig. Anschließend wird die Erholung immer schwieriger. Nach einem Verlust von 20 Prozent ist ein Gewinn von 25 Prozent erforderlich, um wieder den Ausgangswert zu erreichen. Nach einem Verlust von 50 Prozent muss das verbliebene Kapital verdoppelt werden.


Genau deshalb ist Risikomanagement nicht nur eine Methode, um Verluste etwas angenehmer zu gestalten. Es entscheidet darüber, ob ein Trader lange genug handlungsfähig bleibt, um einen möglichen statistischen Vorteil überhaupt realisieren zu können.


Besonders problematisch wird es, wenn das Risiko nach Verlusten erhöht wird. Manche Trader versuchen, das verlorene Geld schnell zurückzugewinnen, und vergrößern gerade dann ihre Positionen, wenn sie psychologisch bereits unter Druck stehen. Aus einer normalen Verlustserie kann so ein existenzgefährdender Drawdown entstehen.

Wie sich ein sinnvolles Kontorisiko festlegen lässt, erklären wir im Beitrag Risiko pro Trade: Wie viel Verlust ist vertretbar? Für den Umgang mit bereits entstandenen Rückgängen eignet sich außerdem der Beitrag Drawdown im Trading verstehen und richtig einordnen.



Unrealistische Renditeerwartungen verändern das Verhalten


Viele Tradingfehler beginnen bereits vor dem ersten Trade. Wer mit einem kleinen Konto möglichst schnell ein regelmäßiges Einkommen erzielen möchte, benötigt dafür außergewöhnlich hohe Renditen. Um diese zu erreichen, werden größere Positionen, mehr Trades oder stärkere Hebel eingesetzt. Das eigentliche Problem ist dann nicht nur die zu hohe Zielrendite. Die Erwartung wirkt sich unmittelbar auf das Verhalten aus:

  • mittelmäßige Setups werden trotzdem gehandelt,

  • Gewinne sollen möglichst schnell entstehen,

  • Verlusttage werden nicht akzeptiert,

  • Positionsgrößen werden spontan erhöht,

  • und ruhige Marktphasen werden als verpasste Einkommensmöglichkeit wahrgenommen.


Ein Trader mit einem 3.000-Euro-Konto, der monatlich 500 Euro verdienen möchte, müsste jeden Monat rund 16,7 Prozent des Kontos erwirtschaften – noch vor Steuern und möglichen Entnahmen. Ein solches Ziel erzeugt nahezu zwangsläufig Druck. Eine langsamere Entwicklung wirkt weniger attraktiv, ist aber eher mit kontrolliertem Risiko vereinbar. Gerade zu Beginn sollte deshalb nicht das gewünschte Einkommen die Positionsgröße bestimmen. Die Positionsgröße sollte sich aus dem vorher festgelegten Verlust ergeben.


Welche Renditeannahmen nüchtern betrachtet werden sollten, erläutern wir im Artikel Realistische Rendite im Trading: Was ist tatsächlich erreichbar?



Kosten machen aus einem kleinen Vorteil schnell einen Nachteil


Eine Strategie kann vor Kosten funktionieren und nach Kosten trotzdem Geld verlieren.


Zu den möglichen Belastungen gehören unter anderem:

  • Kommissionen,

  • Spread,

  • Börsen- und Clearinggebühren,

  • Finanzierungskosten,

  • Marktdaten,

  • Softwarekosten

  • und Slippage bei der Ausführung.


Besonders bei kurzen Haltedauern und kleinen Gewinnzielen fallen diese Kosten stark ins Gewicht. Wer beispielsweise pro Trade nur wenige Punkte anstrebt, muss einen wesentlich größeren Anteil seines Bruttogewinns für Spread und Gebühren aufwenden als ein Trader mit weiter entfernten Zielen. Hinzu kommt, dass reale Ausführungen nicht immer exakt den Kursen einer theoretischen Auswertung entsprechen. Ein Stop kann in einem schnellen Markt schlechter ausgeführt werden als geplant. Auch der Einstieg kann sich verschieben. Ein auf dem Papier knapper positiver Erwartungswert kann dadurch vollständig verschwinden.


Untersuchungen privater Handelskonten zeigen immer wieder, dass sehr aktive Anleger nach Kosten schlechter abschneiden. In einer umfangreichen Untersuchung von Daytradern waren zwar einige erfahrene Teilnehmer profitabel, in einem typischen Jahr verdiente jedoch nur eine Minderheit nach Kosten Geld. Weniger als ein Prozent zeigte über nachfolgende Zeiträume eine verlässlich positive Überrendite. Die Untersuchung bezog sich auf den taiwanischen Aktienmarkt und darf daher nicht pauschal auf jeden Handelsansatz übertragen werden. Sie verdeutlicht jedoch, wie stark Kosten und tatsächliche Handelsfähigkeit zwischen einzelnen Tradern unterscheiden.


Mehr Aktivität ist deshalb nicht automatisch ein Vorteil. Jeder zusätzliche Trade benötigt einen eigenen positiven Erwartungswert. Eine vollständige Übersicht finden Sie in unserem Beitrag Trading-Kosten: Welche Kosten beim Trading wirklich entstehen.

Wie Abweichungen zwischen erwartetem und tatsächlich ausgeführtem Kurs entstehen, erklären wir gesondert im Artikel Slippage im Trading.



Psychologische Fehler verändern die ursprüngliche Strategie


Viele Trader besitzen zumindest auf dem Papier vernünftige Regeln. Die Verluste entstehen erst dadurch, dass diese Regeln in der konkreten Situation verändert werden.

Ein Stop-Loss wird verschoben, weil der Markt „bestimmt gleich zurückkommt“. Ein Gewinn wird früh geschlossen, weil der bereits entstandene Profit nicht mehr verloren gehen soll. Nach einem Verlust wird sofort der nächste Trade eröffnet, obwohl kein passendes Setup vorhanden ist.


Gewinne werden zu früh gesichert

Ein kleiner Buchgewinn fühlt sich häufig noch nicht wie ein sicherer Gewinn an. Der Trader möchte vermeiden, dass die Position wieder ins Minus dreht, und beendet sie früher als geplant.

Das kann dazu führen, dass die durchschnittlichen Gewinne dauerhaft kleiner bleiben als vorgesehen. Selbst eine gute Trefferquote kann dann den zu geringen Gewinn je erfolgreichem Trade nicht ausgleichen.


Verluste werden dagegen ausgeweitet

Bei einer Verlustposition entsteht oft der gegenteilige Impuls. Solange die Position nicht geschlossen wurde, besteht noch die Hoffnung, ohne realisierten Verlust aus dem Trade herauszukommen. Dieses Verhalten wird in der Forschung als Dispositionseffekt beschrieben: Anleger neigen dazu, Gewinner eher zu verkaufen und Verlierer länger zu halten. Eine Untersuchung von 10.000 privaten Brokerkonten fand eine deutliche Neigung, Gewinnpositionen häufiger zu realisieren als Verlustpositionen.

Für einen Trader ist dabei nicht entscheidend, ob der Einstiegskurs emotional wichtig erscheint. Entscheidend ist, ob die ursprüngliche Handelsidee noch gültig ist und ob das geplante Risiko weiterhin eingehalten wird.


Warum dieses Verhalten den Erwartungswert einer Strategie verschlechtern kann, zeigen wir ausführlicher im Beitrag Warum Trader Gewinne zu früh realisieren.



Overtrading und ständige Strategiewechsel verhindern belastbare Ergebnisse


Ein weiterer Grund für Verluste ist nicht zwingend eine schlechte Strategie, sondern die fehlende Geduld, sie unter gleichbleibenden Bedingungen zu testen. Nach einigen schwachen Trades beginnt die Suche nach einer besseren Methode. Neue Indikatoren werden ergänzt, Einstiegsregeln verändert oder ein vollständig anderer Markt gehandelt. Kurz darauf beginnt der nächste Wechsel. Am Ende liegen zwar viele einzelne Trades vor, aber kaum eine ausreichend große, vergleichbare Stichprobe.


Ähnlich problematisch ist Overtrading. Der Trader eröffnet Positionen nicht deshalb, weil alle Kriterien erfüllt sind, sondern weil er:

  • gerade Zeit zum Handeln hat,

  • einen Verlust zurückholen möchte,

  • Angst hat, eine Bewegung zu verpassen,

  • oder glaubt, tägliche Aktivität sei für Fortschritt notwendig.


Die Zahl der Trades steigt, während ihre durchschnittliche Qualität sinkt. Gleichzeitig nehmen Gebühren und psychologische Belastung zu. Ein vernünftiger Lernprozess braucht deshalb nicht möglichst viele unterschiedliche Strategien. Er braucht klar definierte Regeln, eine ausreichende Zahl vergleichbarer Trades und eine ehrliche Dokumentation. Wie unnötige Handelsaktivität entsteht und begrenzt werden kann, erklären wir im Artikel Overtrading vermeiden.



Hebel und Margin werden mit einer Gewinnchance verwechselt


Gehebelte Produkte ermöglichen es, mit vergleichsweise wenig gebundenem Kapital einen größeren Positionswert zu bewegen. Dadurch können schon kleinere Marktbewegungen zu deutlich sichtbaren Gewinnen führen. Der Hebel erhöht jedoch nicht die Wahrscheinlichkeit, dass eine Prognose richtig ist. Er verstärkt lediglich die finanziellen Folgen der Bewegung.


Auch die vom Broker verlangte Margin ist kein sinnvoller Maßstab für das erlaubte Risiko. Dass eine Handelsplattform eine bestimmte Position technisch zulässt, bedeutet nicht, dass diese Position zur Kontogröße des Traders passt. Ein Konto kann ausreichend Margin besitzen und trotzdem bereits durch eine normale Kursbewegung unverhältnismäßig stark belastet werden. Besonders gefährlich wird es, wenn die maximal mögliche Kaufkraft nahezu vollständig genutzt wird.


Wie Margin, Hebel und tatsächliches Risiko voneinander abgegrenzt werden, erklären wir im neuen Beitrag Margin im Trading: Bedeutung, Berechnung und Risiken.



Auch eine gute Strategie erlebt Verlustphasen


Nicht jeder Verlust ist ein Beweis dafür, dass die Strategie nicht funktioniert.

Ein Trader kann alle Regeln korrekt einhalten und trotzdem mehrere Trades hintereinander verlieren. Das liegt daran, dass ein positiver Erwartungswert nur eine langfristige statistische Tendenz beschreibt. Er legt nicht fest, in welcher Reihenfolge Gewinne und Verluste auftreten.


Diese Unsicherheit erzeugt ein schwieriges Problem:

  • Wer zu schnell aufgibt, beendet möglicherweise eine grundsätzlich tragfähige Strategie während einer normalen Verlustphase.

  • Wer zu lange festhält, kann eine tatsächlich ungeeignete Strategie über Monate oder Jahre weiterhandeln.


Die Unterscheidung gelingt nur durch Daten.

Dazu sollten nicht lediglich der Kontostand und die letzten Ergebnisse betrachtet werden. Wichtiger sind unter anderem:

  • Anzahl vergleichbarer Trades,

  • durchschnittlicher Gewinn und Verlust,

  • tatsächliche Trefferquote,

  • Kosten,

  • maximaler Drawdown,

  • Regelverstöße,

  • Ergebnisse in unterschiedlichen Marktphasen

  • und Abweichungen zwischen geplantem und ausgeführtem Trade.


Erst anhand einer solchen Dokumentation lässt sich beurteilen, ob die Strategie selbst schwach ist oder ob vor allem die Umsetzung Probleme verursacht.



Was Trader konkret anders machen können


Es gibt keine einzelne Regel, die Gewinne garantiert. Einige Maßnahmen reduzieren jedoch typische Fehlerquellen:


  1. Nur klar definierte Setups handeln.

    Vor dem Einstieg sollte feststehen, welche Bedingungen erfüllt sein müssen.

  2. Das Risiko vor dem Trade bestimmen.

    Stop-Loss und Positionsgröße werden vor der Order festgelegt, nicht erst während eines Verlusts.

  3. Kosten vollständig erfassen.

    Die Auswertung muss Kommissionen, Spread und realistische Slippage enthalten.

  4. Trades dokumentieren.

    Einstiegsgrund, Ausstieg, Ergebnis und mögliche Regelverstöße gehören in ein Tradingjournal.

  5. Ergebnisse über viele Trades bewerten.

    Einzelne Gewinne oder Verluste sagen wenig über die Qualität einer Strategie aus.

  6. Regeln nicht mitten in einer Stichprobe verändern.

    Änderungen sollten begründet, dokumentiert und anschließend getrennt ausgewertet werden.

  7. Kapital und Einkommenswünsche voneinander trennen.

    Das benötigte Monatseinkommen darf nicht bestimmen, wie viel Risiko ein zu kleines Konto eingeht.


Diese Punkte machen Trading nicht automatisch profitabel. Sie schaffen aber erst die Voraussetzungen dafür, eine Strategie objektiv überprüfen und kontrolliert umsetzen zu können.



Fazit


Trader verlieren meist nicht wegen eines einzigen schlechten Einstiegs. Häufig entsteht der Verlust durch das Zusammenspiel mehrerer Faktoren:

  • kein nachgewiesener statistischer Vorteil,

  • zu hohe Positionsgrößen,

  • unrealistische Renditeziele,

  • unterschätzte Kosten,

  • psychologische Eingriffe,

  • zu viele Trades

  • und eine unzureichende Auswertung.


Besonders problematisch ist, dass einzelne Gewinne diese Schwächen vorübergehend verdecken können. Eine ungeeignete Vorgehensweise kann über Wochen erfolgreich erscheinen, während eine grundsätzlich sinnvolle Strategie zeitweise Verluste produziert. Langfristig kommt es deshalb nicht darauf an, jeden Trade richtig vorherzusagen. Entscheidend ist, ob die gesamte Vorgehensweise nach Kosten einen positiven Erwartungswert besitzt, ob das Risiko kontrollierbar bleibt und ob die Regeln tatsächlich konsequent umgesetzt werden. Wer diese Fragen nicht anhand eigener Daten beantworten kann, betreibt keine überprüfbare Strategie, sondern verlässt sich zu einem erheblichen Teil auf Hoffnung und einzelne Ergebnisse.




Über diesen Beitrag

Dieser Beitrag wurde von der tradekon GmbH redaktionell bearbeitet, inhaltlich geprüft und zur Veröffentlichung freigegeben. tradekon veröffentlicht Bildungsinhalte rund um Trading, Risikomanagement und Marktverständnis. Die redaktionelle Verantwortung für diesen Beitrag liegt bei der tradekon GmbH. Die Inhalte dienen ausschließlich der Information und stellen keine Anlageberatung, keine Anlageempfehlung und keine Aufforderung zum Kauf oder Verkauf von Finanzinstrumenten dar.




 

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