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Futures vs. CFDs: Unterschiede, Kosten und praktische Vor- und Nachteile

17. März
9 Min. Lesezeit

Aktualisiert: 3. Aug.

Wegweiser mit verschiedenen Richtungen als Symbol für die Entscheidung zwischen Futures und CFDs im Trading


Futures und CFDs ermöglichen es Tradern, auf steigende oder fallende Kurse eines Basiswerts zu setzen. Sie können sich beispielsweise auf denselben Aktienindex beziehen und im Chart nahezu gleich aussehen. Dadurch entsteht leicht der Eindruck, beide Produkte seien weitgehend austauschbar.


Hinter der ähnlichen Kursbewegung stehen jedoch unterschiedliche Konstruktionen. Futures sind standardisierte Terminkontrakte, die an einer Terminbörse gehandelt werden. Ein CFD ist dagegen ein Differenzgeschäft, bei dem die Wertentwicklung eines Basiswerts zwischen dem Kunden und dem CFD-Anbieter abgerechnet wird. Diese Unterschiede wirken sich unter anderem auf Preisbildung, Kosten, Margin, Kontraktgrößen, Laufzeit und Gegenpartei aus.

Ob Futures oder CFDs besser zum eigenen Trading passen, lässt sich deshalb nicht allein anhand des abgebildeten Marktes beantworten. Entscheidend sind unter anderem die Kontogröße, die gewünschte Positionsgröße, die Haltedauer und das Gebührenmodell.


Wir bevorzugen grundsätzlich standardisierte, börsengehandelte Produkte wie Futures oder Optionen. Für uns sprechen insbesondere die zentrale Preisbildung und die einheitlicheren Handelsbedingungen für diese Marktstruktur. Potenzielle Interessenkonflikte zwischen Anbieter und Kunde können dadurch reduziert werden. Das bedeutet jedoch nicht, dass CFDs grundsätzlich ungeeignet sind: Gerade bei kleinen Konten und sehr fein abstufbaren Positionsgrößen können sie praktische Vorteile bieten.



Futures und CFDs: ähnliche Handelsidee, unterschiedliche Konstruktion


Sowohl Futures als auch CFDs gehören zu den Derivaten. Ihre Wertentwicklung leitet sich von einem zugrunde liegenden Markt ab. Je nach Produkt und Anbieter können sie sich beispielsweise auf einen Aktienindex, eine einzelne Aktie, eine Währung, einen Rohstoff oder eine Kryptowährung beziehen. Trader können mit beiden Instrumenten auf steigende und fallende Kurse setzen, ohne den jeweiligen Basiswert unmittelbar besitzen zu müssen.


Ein Future ist ein rechtlich verbindlicher Terminkontrakt, dessen wesentliche Merkmale von der jeweiligen Terminbörse vorgegeben werden. Dazu gehören unter anderem der Basiswert, die Kontraktgröße, die kleinste mögliche Kursbewegung und die Laufzeit. Futures desselben Kontrakts folgen daher einheitlichen Spezifikationen. Sie können während ihrer Laufzeit an der Börse gehandelt und durch ein Gegengeschäft wieder geschlossen werden.


Ein CFD ist dagegen ein Vertrag zwischen dem Kunden und dem CFD-Anbieter. Beim Schließen der Position wird die Differenz zwischen dem Einstiegs- und dem Ausstiegskurs finanziell ausgeglichen. Steigt der abgebildete Basiswert bei einer Long-Position, entsteht grundsätzlich ein Gewinn; fällt er, entsteht ein Verlust. Bei einer Short-Position verhält es sich umgekehrt. Der Kunde erwirbt dabei weder den Basiswert noch einen an einer Terminbörse gehandelten standardisierten Kontrakt.


Dass ein Future und ein CFD denselben Index abbilden, macht sie deshalb nicht zu demselben Produkt. Ein DAX-Future besitzt beispielsweise eine festgelegte Kontraktgröße und Laufzeit. Bei einem DAX-CFD bestimmt der jeweilige Anbieter, in welchen Positionsschritten gehandelt werden kann und zu welchen konkreten Bedingungen der Vertrag angeboten wird. Diese unterschiedliche Grundkonstruktion bildet die Ausgangsbasis für die weiteren Unterschiede bei Preisbildung, Handelskosten, Margin und praktischer Nutzung. Gerade weil sich die Kursverläufe auf den ersten Blick stark ähneln können, sollten Trader nicht nur auf den Chart, sondern auch auf das Finanzprodukt dahinter achten.



Handelsplatz, Preisbildung und Gegenpartei


Futures werden an einer Terminbörse gehandelt. Im regulären elektronischen Handel gelangen die Kauf- und Verkaufsorders der Marktteilnehmer in ein zentrales Orderbuch. Eine Ausführung kommt zustande, wenn passende Orders aufeinandertreffen. Der Broker leitet die Order des Traders an den Handelsplatz weiter, legt den Börsenkurs des Futures aber nicht selbst fest. Bei Eurex bildet das zentrale Limit-Orderbuch den Kern des Marktmodells. Nach dem Abschluss eines Geschäfts übernimmt ein Clearinghaus eine zentrale Rolle. Es tritt zwischen Käufer und Verkäufer und wird zur zentralen Gegenpartei der Transaktion. Dadurch hängt die Erfüllung des Geschäfts nicht allein davon ab, ob der ursprünglich auf der anderen Seite stehende Marktteilnehmer seinen Verpflichtungen nachkommt. Das zentrale Clearing soll dieses Gegenparteirisiko reduzieren, beseitigt aber nicht sämtliche Risiken des Handels. Der private Trader bleibt außerdem Kunde seines Brokers und steht nicht selbst als direktes Clearingmitglied an der Börse.


Ein CFD wird dagegen außerbörslich zwischen dem Kunden und dem jeweiligen CFD-Anbieter gehandelt. Der Anbieter stellt die handelbaren Kauf- und Verkaufskurse bereit. Diese orientieren sich üblicherweise an einem Referenzmarkt, beispielsweise einem Aktienindex, einer Aktie oder einem Future. Der CFD-Kurs ist dennoch kein einheitlicher Börsenkurs, der bei sämtlichen Anbietern identisch sein muss. Spread, Handelszeiten, Kursquelle und weitere Vertragsbedingungen können sich unterscheiden.

So können zwei DAX-CFDs verschiedener Anbieter zur gleichen Zeit leicht unterschiedliche Geld- und Briefkurse aufweisen, obwohl sie denselben Markt abbilden. Außerhalb der regulären Handelszeiten des Referenzmarktes können die Abweichungen deutlicher werden, weil der Anbieter den Kurs dann nach der in seinen Ausführungsbedingungen festgelegten Methode ermitteln muss. Die ESMA weist darauf hin, dass CFD-Kurse selbst bei Bezug auf einen Markt oder Referenzwert von den dort verfügbaren Kursen abweichen können.


Nicht jeder CFD-Anbieter arbeitet nach demselben Modell


Der CFD-Anbieter ist gegenüber dem Kunden der Vertragspartner. Wie er das daraus entstehende Marktrisiko behandelt, kann jedoch unterschiedlich sein. Er kann Kundenpositionen vollständig bei einem Liquiditätsanbieter absichern, nur einen Teil davon absichern oder Positionen intern auf das eigene Buch nehmen. Daraus ergeben sich unterschiedlich starke potenzielle Interessenkonflikte. Sichert ein Anbieter die Position vollständig extern ab und verdient hauptsächlich an Spread oder Kommission, hängt sein Ergebnis weniger unmittelbar davon ab, ob der einzelne Kunde gewinnt oder verliert. Nimmt er die Gegenposition dagegen ungesichert auf das eigene Buch, können Verluste des Kunden wirtschaftlich zu Gewinnen des Anbieters werden. Die ESMA unterscheidet ausdrücklich zwischen diesen verschiedenen Geschäfts- und Absicherungsmodellen.


Auch Bezeichnungen wie STP („Straight Through Processing“) oder DMA („Direct Market Access“) ändern nichts daran, dass der Kunde rechtlich einen CFD mit seinem Anbieter handelt. Solche Modelle können darauf ausgerichtet sein, Kundenpositionen automatisiert an einen Liquiditätsanbieter weiterzuleiten oder durch entsprechende Geschäfte am Referenzmarkt abzusichern. Dadurch kann der unmittelbare Interessenkonflikt gegenüber einem Modell geringer ausfallen, bei dem der Anbieter Kundenpositionen ungesichert auf das eigene Buch nimmt. Wie vollständig und auf welche Weise tatsächlich abgesichert wird, ergibt sich jedoch nicht allein aus der verwendeten Bezeichnung.


Genau an dieser Stelle liegt ein wesentlicher Grund für unsere Präferenz zugunsten börsengehandelter Produkte. Die zentrale Preisbildung, einheitliche Kontraktspezifikationen und das Clearing schaffen aus unserer Sicht eine nachvollziehbarere Marktstruktur. Das bedeutet nicht, dass jeder CFD-Anbieter unfaire Kurse stellt oder CFDs grundsätzlich ungeeignet sind. Ihre konkrete Qualität hängt jedoch stärker vom gewählten Anbieter, dessen Ausführungsmodell und den jeweiligen Vertragsbedingungen ab.



Kosten, Finanzierung und Laufzeit


Die Kosten eines Futures oder CFDs lassen sich nicht anhand einer einzigen Gebühr vergleichen. Entscheidend ist, welche Position gehandelt wird, wie häufig Ein- und Ausstiege erfolgen und wie lange der Trade gehalten werden soll.


Bei Futures setzen sich die direkten Handelskosten typischerweise aus der Brokerkommission, den Gebühren des Handelsplatzes und dem Bid-Ask-Spread zusammen. Kommissionen sowie Börsen- und gegebenenfalls Clearinggebühren werden häufig pro Kontrakt und Ausführung berechnet. In Gebührenübersichten wird dafür teilweise der Begriff „Half-Turn“ oder „per side“ verwendet. Für einen vollständig abgeschlossenen Trade müssen jedoch sowohl der Einstieg als auch der spätere Ausstieg berücksichtigt werden. Kauft ein Trader beispielsweise einen Future-Kontrakt und verkauft ihn anschließend wieder, um die Long-Position zu schließen, entstehen auf beiden Seiten Kosten. Die Summe aus Eröffnung und Schließung wird als „Round-Turn“ oder „Round-Trip“ bezeichnet. Gibt ein Anbieter seine Gebühren nur pro Kontrakt und Seite an, muss dieser Betrag für einen vollständigen Trade grundsätzlich zweimal angesetzt werden. Bei mehreren Kontrakten vervielfachen sich die Kosten entsprechend. Manche Broker weisen dagegen bereits einen Gesamtpreis pro Round-Turn aus. Deshalb sollte vor einem Kostenvergleich genau geprüft werden, ob eine Preisangabe nur eine Ausführung oder bereits den vollständigen Ein- und Ausstieg umfasst. Hinzukommen können laufende Ausgaben für Kursdaten und Handelssoftware, die zwar nicht unmittelbar durch den einzelnen Trade entstehen, aber das Gesamtergebnis ebenfalls belasten.


Eine gesonderte tägliche Finanzierungsgebühr wie bei vielen CFDs wird bei einem gewöhnlichen Future nicht vom Broker abgebucht. Daraus folgt jedoch nicht, dass die Finanzierung der Position wirtschaftlich kostenlos wäre. Bei Aktienindex-Futures fließen unter anderem das Zinsniveau und die bis zum Verfall erwarteten Dividenden in das Verhältnis zwischen Futureskurs und aktuellem Indexstand ein. Bei anderen Basiswerten können beispielsweise Lagerungs-, Versicherungs- oder Finanzierungskosten eine Rolle spielen. Diese sogenannten Haltekosten sind damit grundsätzlich bereits in der Preisbildung des Futures enthalten.


Von den Finanzierungskosten ist die erforderliche Margin zu unterscheiden. Sie ist keine Gebühr, sondern eine Sicherheitsleistung, die auf dem Handelskonto verfügbar sein muss. Einige Futures-Broker ermöglichen für Positionen, die innerhalb eines Handelstages wieder geschlossen werden, eine deutlich reduzierte Intraday-Margin. Soll der Kontrakt über Nacht gehalten werden, gilt dagegen die reguläre Overnight-Margin, die erheblich höher ausfallen kann. Der Trader benötigt dann entsprechend mehr frei verfügbares Kapital auf seinem Konto. Auch CFDs werden mit Margin gehandelt. Bei einer vergleichbaren Marktposition kann die erforderliche Sicherheitsleistung – insbesondere gegenüber der Overnight-Margin eines Futures – geringer sein. Außerdem lassen sich CFD-Positionen häufig feiner abstufen. Dafür werden bei einer über Nacht gehaltenen Position in der Regel laufende Finanzierungskosten berechnet. Beim Future entsteht keine vergleichbare tägliche Abbuchung, der höhere Kapitalbedarf kann das Konto aber stärker binden.

Eine geringe Margin ist weder mit niedrigen Handelskosten noch mit einem geringen Risiko gleichzusetzen. Sie gibt zunächst nur an, wie viel Kapital als Sicherheitsleistung für die Position benötigt wird. Wie Margin, Hebel und tatsächliches Kontorisiko zusammenhängen, erklären wir ausführlicher in unserem Beitrag über Hebelprodukte im Trading.


Futures besitzen außerdem eine begrenzte Laufzeit. Die Börse legt für jeden Kontrakt unter anderem die verfügbaren Laufzeitmonate und den letzten Handelstag fest. Wer eine Position über den Verfall hinaus halten möchte, muss den auslaufenden Future schließen und einen später fälligen Kontrakt eröffnen. Dieser Vorgang wird als Rollen bezeichnet. Der neue Kontrakt kann höher oder niedriger notieren als der bisherige Future. Der Kursunterschied bedeutet beim Wechsel nicht automatisch einen unmittelbaren Gewinn oder Verlust, weil zwei unterschiedliche Kontrakte geschlossen beziehungsweise neu eröffnet werden. Die Preisstruktur der verschiedenen Laufzeiten kann die längerfristige Rendite dennoch beeinflussen.


Für einen kurzfristigen Daytrade spielt der Verfall häufig nur eine untergeordnete Rolle. Dennoch muss der Trader wissen, welcher Kontrakt aktuell ausreichend liquide gehandelt wird und wann sich das Handelsvolumen in die nächste Laufzeit verlagert.


Bei CFDs entsteht ein wesentlicher Teil der Kosten häufig durch den Spread. Abhängig vom Anbieter und vom jeweiligen Produkt kann zusätzlich eine Kommission berechnet werden. Wird eine Position über den vom Anbieter festgelegten täglichen Abrechnungszeitpunkt hinaus gehalten, kommen bei vielen fortlaufenden CFDs Finanzierungs- beziehungsweise Übernachtkosten hinzu. Höhe und Berechnung unterscheiden sich zwischen den Anbietern teilweise deutlich. Eine Untersuchung der britischen Finanzaufsicht FCA stellte 2025 erhebliche Unterschiede bei den effektiven Finanzierungssätzen verschiedener CFD-Anbieter fest.


Viele sogenannte Cash-CFDs haben kein festes Verfallsdatum. Sie können grundsätzlich weitergeführt werden, solange ausreichend Kontodeckung vorhanden ist und der Anbieter das Produkt anbietet. Dafür fallen die Finanzierungskosten bei länger gehaltenen Positionen fortlaufend an. Daneben existieren auch CFDs, die sich an einem bestimmten Futureskontrakt orientieren und eine begrenzte Laufzeit oder eine andere Kostenstruktur besitzen. Die konkreten Bedingungen müssen daher beim jeweiligen Anbieter geprüft werden.



Die Haltedauer kann den Kostenvergleich verändern


Für einen sehr kurzfristigen Trade kann ein CFD trotz seiner laufenden Finanzierungskosten preislich konkurrenzfähig sein, weil bei einer reinen Intraday-Position häufig noch keine Übernachtfinanzierung anfällt. Gleichzeitig können kleine Positionsgrößen dazu führen, dass die absoluten Kosten gering bleiben.


Bei einer über mehrere Tage oder Wochen gehaltenen CFD-Position gewinnen die täglichen Finanzierungskosten dagegen zunehmend an Bedeutung. Beim Future wird keine vergleichbare Gebühr täglich separat ausgewiesen; die Finanzierung ist jedoch bereits in seiner Preisbildung gegenüber dem Kassamarkt berücksichtigt. Deshalb wäre die pauschale Aussage „Futures haben keine Finanzierungskosten“ ebenso ungenau wie die Aussage „CFDs sind immer teurer“.


Welche direkten und indirekten Kosten beim Handel insgesamt berücksichtigt werden sollten, erklären wir ausführlicher in unserem Beitrag über die Trading-Kosten.



Welches Produkt passt zu welchem Trader?


Ob Futures oder CFDs besser geeignet sind, hängt vor allem von der Kontogröße, der erforderlichen Positionsgröße, der Haltedauer und den persönlichen Anforderungen an die Handelsstruktur ab.


Futures besitzen festgelegte Kontraktgrößen. Ein DAX-Future bewegt beispielsweise 25 Euro je Indexpunkt, ein Mini-DAX-Future fünf Euro und ein Micro-DAX-Future einen Euro je Punkt. Durch Micro-Kontrakte sind Futures inzwischen auch für kleinere Konten besser zugänglich. Dennoch können nur vollständige Kontrakte gehandelt werden. Ergibt die Risikoberechnung beispielsweise eine sinnvolle Positionsgröße von 0,4 Micro-DAX-Kontrakten, lässt sich diese Position nicht entsprechend verkleinern.


CFDs sind häufig feiner abstufbar. Wie klein eine Position ausfallen kann, bestimmt der jeweilige Anbieter. Bei einzelnen Index-CFDs sind beispielsweise Positionsgrößen von 0,01 Einheiten möglich. Das kann besonders bei kleinen Konten hilfreich sein, weil sich das Risiko genauer an einen vorgesehenen Geldbetrag anpassen lässt. Die konkrete Kontraktgröße und der Wert je Punkt müssen jedoch immer in den Produktbedingungen geprüft werden.


Eine kleinere Positionsgröße macht einen CFD nicht automatisch sicher. Ebenso ist ein börsengehandelter Future nicht allein aufgrund seiner Marktstruktur für jedes Konto geeignet. Das tatsächliche Risiko ergibt sich bei beiden Instrumenten aus der bewegten Marktposition, dem Wert je Punkt, dem Stop-Abstand und der Kontogröße.


Merkmal

Futures

CFDs

Handelsstruktur

Börsengehandelter, standardisierter Kontrakt

Außerbörslicher Vertrag mit dem Anbieter

Positionsgröße

Festgelegte Kontrakte; teilweise Micro-Varianten

Häufig sehr fein abstufbar

Laufzeit

Begrenzt; eventuell Rollen notwendig

Cash-CFDs häufig ohne festen Verfall

Preisbildung

Zentrales Börsenorderbuch

Kursstellung durch den CFD-Anbieter

Kosten bei längerer Haltedauer

Finanzierung in der Preisbildung berücksichtigt

Häufig tägliche Finanzierungskosten

Eignung für kleine Konten

Abhängig vom kleinsten verfügbaren Kontrakt

Oft leichter anpassbar


Für Trader mit einem kleinen Konto oder einem sehr genau festgelegten Risiko pro Trade können CFDs daher praktische Vorteile bieten. Wer dagegen Wert auf eine zentrale Preisbildung, standardisierte Bedingungen und eine geringere Abhängigkeit vom Geschäftsmodell eines einzelnen Anbieters legt, kann Futures bevorzugen.


Wir halten börsengehandelte Futures grundsätzlich für die transparentere Konstruktion. Trotzdem wäre ein für das Konto zu großer Future keine vernünftigere Wahl als ein angemessen dimensionierter CFD. Entscheidend ist, dass das Produkt zur Strategie und zur möglichen Positionsgröße passt – nicht allein, ob es als Future oder CFD bezeichnet wird.


Eine ausführlichere Erklärung dazu, wie Stop-Abstand und Kontorisiko die handelbare Größe bestimmen, finden Sie in unserem Beitrag über die Positionsgröße im Trading.



Fazit


Futures und CFDs können denselben Markt abbilden, unterscheiden sich aber grundlegend in ihrer Konstruktion. Futures sind standardisierte, börsengehandelte Terminkontrakte. CFDs werden dagegen außerbörslich als Vertrag zwischen dem Kunden und dem jeweiligen Anbieter gehandelt. Welche Variante besser zum eigenen Trading passt, hängt unter anderem von der Kontogröße, der benötigten Positionsgröße, der Haltedauer und den tatsächlichen Gesamtkosten ab. CFDs lassen sich häufig feiner abstufen und können dadurch für kleinere Konten praktischer sein. Futures bieten dafür eine zentrale Preisbildung, einheitliche Kontraktspezifikationen und eine geringere Abhängigkeit von den Bedingungen eines einzelnen Anbieters.

Wir bevorzugen aus diesen Gründen grundsätzlich standardisierte, börsengehandelte Produkte wie Futures. Eine pauschale Rangfolge wäre dennoch zu einfach: Ein für das Konto zu großer Future ist nicht automatisch sinnvoller als ein passend dimensionierter CFD. Das gewählte Instrument muss zur Handelsstrategie, zum verfügbaren Kapital und zum geplanten Risiko passen.




Über diesen Beitrag

Dieser Beitrag wurde von der tradekon GmbH redaktionell bearbeitet, inhaltlich geprüft und zur Veröffentlichung freigegeben. tradekon veröffentlicht Bildungsinhalte rund um Trading, Risikomanagement und Marktverständnis. Die redaktionelle Verantwortung für diesen Beitrag liegt bei der tradekon GmbH. Die Inhalte dienen ausschließlich der Information und stellen keine Anlageberatung, keine Anlageempfehlung und keine Aufforderung zum Kauf oder Verkauf von Finanzinstrumenten dar.




 

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